Am 07. Oktober 2019 haben unsere JCVP-Kantonsparlamentarier Laura Dittli, Anna Bieri und Fabio Iten die Interpellation Praktikum ohne Perspektive im Zuger Kantonsrat eingereicht.

Durch Gespräche mit betroffenen Praktikantinnen und Praktikanten wurde uns klar, dass in einigen Berufsgattungen das Praktikumswesen im Kanton Zug aus zu ufern droht. Aus unserer Sicht wird in einigen Berufen mit einem fast schon branchenüblichen Praktikum vor der Lehre die Idee der Berufsbildung untergraben. Besonders stossend ist, wenn mehrere Praktikumsstellen in nur eine Lehrstelle münden.

Der Regierungsrat teilt unsere Ansicht, dass mit einem Vorlehrpraktika für die Jugendlichen zwingend eine Anschlussmöglichkeit in demselben Betrieb bestehen muss. Leider kann die Regierung einige Fragen nicht zufriedenstellend beantworten, da keine Zahlen zu Vorlehrpraktika Stellen erhoben werden. So wurde der Missstand nicht erkannt. Ein weiteres Problem, vor allem im Bereich der Pflege und Betreuung, liegt in der Finanzierung. Es kann nicht sein, dass auf dem Buckel der Jugendlichen gespart und ihnen dadurch der Einstieg ins Berufsleben erschwert wird.

Die Tripartite Kommission hat nun in Zusammenarbeit mit dem Sozialamt Zug ein Vorgehen erarbeitet, um das Praktikumswesen besser zu kontrollieren. Die JCVP fordert den Regierungsrat auf, die angestrebten Ziele der Kommission zeitnah zu prüfen und Massnahmen einzuleiten, wenn die Problematik nicht entschärft werden kann.

Die Interpellation mit der Antwort der Regierung kann unter folgenden Link aufgerufen werden: https://kr-geschaefte.zug.ch/gast/geschaefte/2006

 

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